(Quelle: Kauer/DJV)

Anderthalb Wildburger für jeden Bürger

25. Juli 2024 (DJV) Berlin/Stuttgart

Knapp 17.100 Tonnen heimisches Wildbret haben die Deutschen 2023 gegessen. Das entspricht etwa 131 Millionen Patties. 52 Prozent essen Wild inzwischen mindestens einmal jährlich. DJV gibt Zubereitungstipps anlässlich der Grill-Weltmeisterschaft.

Umgerechnet anderthalb Wildburger hat jeder Deutsche 2023 gegessen.
Umgerechnet anderthalb Wildburger hat jeder Deutsche 2023 gegessen. (Quelle: Wildgeflüster/DJV)

Insgesamt 17.082 Tonnen Wildbret von Reh, Wildschwein und Hirsch aus der Region haben die Deutschen im vergangenen Jahr verzehrt. Umgerechnet wären dies 131,4 Millionen Wildburger – also anderthalb pro Person in Deutschland. Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute anlässlich der Wild-Grillmeisterschaft veröffentlicht, die am 27. und 28. Juli 2024 in Stuttgart stattfindet. Der Dachverband der Jäger präsentiert dort die Kampagne Wild auf Wild auf rund 400 Quadratmetern (Stand F3B). Jäger, Metzgermeister und Fleischsommelier Michael Keller zeigt vor Ort live, wie aus einem Reh oder Wildschwein Leckeres für den Grill entsteht.

Was viele noch nicht wissen: Auf dem Grill lässt sich Wildbret sehr gut zubereiten – zum Beispiel als Burger, Nackensteak oder Keule. Es wird jedenfalls wilder in Deutschlands Küchen: Von 2008 bis 2020 ist die Zahl der Menschen, die mindestens einmal im Jahr Wild essen, um über zwei Drittel gestiegen – auf 52 Prozent. Bei der repräsentativen DJV-Umfrage haben 82 Prozent zudem angegeben, dass sie Wild für ein gesundes natürliches Lebensmittel halten. Frisches Wildbret ist das ganze Jahr über verfügbar, pro Art variiert das Angebot je nach gesetzlich festgelegten Jagdzeiten. Es ist eine echte Alternative für Verbraucher, die Tierethik einen hohen Stellenwert geben.

 

Verzehr von Wildbret in Deutschland gemessen in Wildburgern. (Quelle: DJV)
Verzehr von Wildbret in Deutschland gemessen in Wildburgern. (Quelle: DJV)
Gegessen oder selber zubereitet: Verzehr von Wildbret in Deutschland von 2008 bis 2020. (Quelle: DJV)
Gegessen oder selber zubereitet: Verzehr von Wildbret in Deutschland von 2008 bis 2020. (Quelle: DJV)
Wildbret immer beliebter: Entwicklung von 2008 bis 2020. (Quelle: DJV)
Wildbret immer beliebter: Entwicklung von 2008 bis 2020. (Quelle: DJV)
  • Weniger ist mehr: Der charakteristische Eigengeschmack von Wild steht für sich. Eine einfache Marinade aus gutem Öl, etwas Zitrone und gehacktem Rosmarin oder Thymian passt perfekt. Damit das vorbereitete Fleischstück einige Stunden marinieren. 
  • Lieber langsam als schnell: Das Fleisch von beiden Seiten bei direkter Hitze kurz scharf anbraten. Dann bei mittlerer Hitze am Grillrand durchgaren lassen. Tipp: Vor dem Garen das Fleisch leicht salzen, so entwickeln sich mehr Röstaromen. Vor dem Servieren dann mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Auf den rosa Kern kommt es an: Das Fleisch von Hirsch und Reh schmeckt am besten, wenn es medium durchgegart ist. Die Kerntemperatur liegt dann bei etwa 55 Grad Celsius.
  • Saftig muss es sein: Besonders beim Reh statt Medaillons lieber den ausgelösten Rücken im Ganzen grillen. So bleibt das Fleisch zart und trocknet nicht aus.
  • Das Fleisch vom Wildschwein sollte durchgaren, die Kerntemperatur liegt bei etwa 65 Grad Celsius.

Auf der Internetseite wild-auf-wild.de gibt es über 400 Wild-Rezepte zum Nachkochen. Verbraucher finden über die Postleitzahlsuche Wildbretanbieter und Restaurants in ihrer Nähe. Der DJV hat für die Initiative "Wild auf Wild" bereits 10 Broschüren zu Themen wie Grillen, Streetfood, Kindergerichte, Dips und Marinaden oder Innereien veröffentlicht. Diese gibt es im DJV-Shop zum Kaufen oder hier als kostenfreie PDF-Dateien zum Herunterladen.